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Brief an
die GBM Ortsvorsitzenden vom 1.9.2008
Liebe Freunde,
der Termin, an dem der Bundestag über eine Verlängerung
des Einsatzes der Bundeswehr in Afghanistan entscheiden
will, rückt näher. Gleichzeitig sind wir mit einer
gefährlichen Zuspitzung der internationalen Lage, zu der
das Auftreten der Bundeskanzlerin und der Bundesregierung
maßgeblich beitragen, konfrontiert. Als Stichworte seien
genannt: die anmaßende Haltung gegenüber China im
Zusammenhang mit den Olympischen Spielen und der
Kaukasuskonflikt. Die Medien bedienen unisono die von der
Kanzlerin vorgegebene politische Linie
interventionistischer Einmischung in die inneren
Angelegenheiten anderer Staaten, das Drängen auf die
Osterweiterung der NATO und die Beförderung einer neuen
Spaltung Europas. Das liegt ganz im Interesse der
Hegemonialpolitik der USA.
In dieser angespannten, politisch aufgeheizten Atmosphäre
wird der Bundestag die Verlängerung des Mandats der
Bundeswehr in Afghanistan um weitere 14 Monate und die
Aufstockung des Truppenkontingentes von jetzt 3000 um
weitere 1400 Soldatinnen und Soldaten höchstwahrscheinlich
beschließen. Deutschland versinkt immer mehr im Sumpf
dieses Krieges, der seinesgleichen im Krieg der USA in
Vietnam hat.
Dieser ungeheuerliche
politische Vorgang muss den Widerstand der gutwilligen und
friedliebenden Menschen dieses Landes herausfordern.
Diesen Widerstand zu unterstützen, ihm Stimme und Gehör zu
geben sollten wir unterstützen.
• Mit Briefen an die
Bundestagsabgeordneten aus den Wahlkreisen mit der
Forderung der Weiterführung des Krieges ihre Stimme zu
verweigern.
• Mit der weiteren Sammlung
von Unterschriften unter die Petition an den Bundestag,
der Bundeswehr kein weiteres Mandat zu erteilen.
• Mit der Mobilisierung
möglichst vieler Menschen für die Demonstration der
Friedensbewegung am 20. September 2008 in Berlin (oder
Stuttgart), die sich gegen eine Verlängerung des Mandats
richtet und den Abzug der Truppen aus Afghanistan fordert.
Die Kampagne gegen den Krieg in Afghanistan spielt in der
Strategie der Friedensbewegung eine Schlüsselrolle in der
Auseinandersetzung mit der NATO, die weltpolitisch einen
Anachronismus darstellt aber unter Führung der USA und im
Interesse deren geopolitischen Ziele immer mehr zu einer
weltweit agierenden Militärmacht ausgebaut werden soll.
Deshalb erklärt die internationale Friedensbewegung - 60
Jahre NATO sind genug – und wird diesen unseligen
Jahrestag 2009 mit entsprechenden Aktionen zur
Delegitimierung der NATO vorbereiten und durchführen. Die
Aktionen gegen den Krieg der NATO in Afghanistan sind ein
erster Schritt.
Die Größe der Verantwortung für den Frieden und eine
friedliche Zukunft verlangt, sich vor Ort mit weiteren
Friedenskräften zusammenzuschließen und gemeinsame
Aktionen zu beraten und durchzuführen.
Mit diesem Brief übergeben wir Materialien, die eine Hilfe
in dieser politischen Arbeit sein sollen.
Arbeitskreis Frieden der GBM
PS
Mitglieder aus Ortsverbänden außerhalb Berlins, die
Interesse haben sich an der Demonstration zu beteiligen,
sollten sich wegen einer Mitfahrgelegenheit bei den
jeweiligen Geschäftsstellen der LINKSPARTEI erkundigen.
Unterschriftenvordrucke der Petition an den Deutschen
Bundestag "Dem Frieden eine Chance. Truppen raus aus
Afghanistan"(pdf-File, 169kB) können aus dem Internet
unter folgender Adresse heruntergeladen werden:
www.afghanistandemo.de/pedition.pdf
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