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Für eine europäische Friedensordnung

ein Beitrag von Bruno Mahlow

„Für den Frieden der Welt steht die Menschheit auf Wacht, denn die Brandstätten warnen und mahnen”

– die meisten Leser werden sich an diese Zeilen eines bekannten Liedes und viele Aktionen der Friedensbewegung nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs erinnern. Es waren Zeiten aktiven Kampfes gegen Militarisierung, Aufrüstung, Atomwaffen, in denen sich die Friedensbewegung auf ein ganzes System von Staaten, die sich dem Frieden und dem sozialen Fortschritt verschrieben hatten, stützen konnte.

Seit der Gründung der NATO im Jahre 1949 richtete sich die weltweite Friedensbewegung gegen dieses aggressive Militärbündnis, gegen seine verschiedenen Friedensgefährdenden Planungen, darunter gegen die Wiederbewaffnung der BRD unter seinem Dach, gegen die atomare Bewaffnung der NATO, gegen den NATO-Doppelbeschluss von 1979 zur Stationierung neuer Atomraketen in Europa bis hin zu ihren Kriegen gegen Jugoslawien, Afghanistan und den Irak. Bereits in den 50er Jahren des vergangenen Jahrhunderts sangen junge Menschen auf ihren Treffen: „Was ist unser Leben wert, wenn allein regiert das Schwert.” Heute, nachdem die Welt mit dem Wegfall der UdSSR und anderer europäischer sozialistischer
Staaten aus dem strategischen Gleichgewicht geraten ist und die Existenz der Menschheit auf das höchste bedroht wird, sind diese mahnenden Worte aktueller denn je. Die Sicherung des Friedens bleibt das Allerwichtigste und ist ohne den starken Arm aller Friedenskräfte nicht vorstellbar.

Das bedeutet angesichts der Lehren aus zwei Weltkriegen, die von deutschem Boden ausgegangen sind, zu erkennen, dass die wahren Interessen Deutschlands nicht einem Kriegsbündnis gelten dürfen. Artikel 139 des Grundgesetzes verpflichtet Deutschland auf die Rechtsbestimmungen zur Befreiung des deutschen Volkes vom Faschismus und Militarismus, sein Artikel 26 verbietet die Vorbereitung und Führung von Angriffskriegen. Das heißt: allein schon die Mitgliedschaft in der NATO und erst recht ihre neuen aggressiven Strategien widersprechen dem Grundgesetz. Mit seiner expansiven Osterweiterung, neuen Strategiekonzepten zur Führung von Interventions- und Angriffskriegen wurde die weitere aggressive Politik des NATO-Blocks festgeschrieben.

Die NATO wird als Instrument für künftige Kriege um Rohstoffe und Märkte ausgebaut. Deshalb gilt: 60 Jahre NATO sind genug! Im Februar 2008 wurde in Kiew die GBM als Mitglied des Europäischen Friedensforums und des Weltfriedensrates gebeten, Gastgeber einer europäischen Friedenskonferenz zu sein. Sie findet am 14./15. März 2009 in Berlin statt und reiht sich ein in die große Friedensbewegung gegen die NATO zum 60. Jahrestag ihrer Gründung und anlässlich des 10. Jahrestages der NATO Aggression gegen Jugoslawien. Zu den Zielen dieser Konferenz gehört neben der Analyse der von der USA-Hegemonialpolitik, der NATO Expansion und der Krise des neoliberalen Systems ausgehenden Gefahren für Frieden und Sicherheit, eine Tribüne für ein effektiveres Zusammenwirken der Friedensbewegung aus Ost- und Westeuropa zu schaffen und einen inhaltlichen Beitrag für eine neue europäische Friedensordnung zu leisten.

Alle Mitglieder werden gebeten, die Durchführung dieser Konferenz nach Kräften zu unterstützen und unsere Erklärung, die wir demnächst vorlegen werden, zu unterschreiben. Spendet, wenn es irgendwie möglich ist, für dieses Ereignis, das außergewöhnlicher Anstrengungen unsererseits bedarf!

Bruno Mahlow, Mitglied des Präsidiums des
Europäischen Friedensforums

Spenden können mit dem Stichwort
„Friedenskonferenz“ auf das Konto
der GBM bei der Berliner Sparkasse,
Konto Nr. 0013192736, BLZ
100 500 00, gezahlt werden.

 
 

 

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