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Überklebt - Plakate aus der DDR
Die GBM -Galerie
zeigt kulturpolitische, soziale und werbende Plakate
aus der DDR- Die Exponate waren Teil der
repräsentativen DDR-Plakat-Ausstellung "überklebt -
Plakate aus der DDR", die im Sommer 2007 im
Schleswig-Holstein-Haus der Stadt Schwerin gezeigt
wurde. Mit dieser Ausstellung wurde der Versuch
unternommen, einen umfassenden Eindruck vom
Plakatschaffen in der DDR zu vermitteln.
Die
Auswahl aus der Fülle des Gedruckten und Bewahrten ist
subjektiv, dennoch inhaltlich und
formal-repräsentativ. Plakate sind wichtige Zeitzeugen
und waren besonders in der DDR eine höchst politische
Angelegenheit, denn trotz ideologischer Differenzen
konnten sich herausragende künstlerische Ideen
durchsetzen. So hängen Auftragsplakate, die die
staatstragende Auffassung repräsentieren,
gleichberechtigt neben Eigenaufträgen, die sich in die
gesellschaftlichen Umstände einmischen - leise oder
auch etwas lauter. Erstmalig nach 1990 wurde eine so
umfassende Präsentation von Plakaten der DDR
zusammengetragen und ihre Wirkung kritisch untersucht.

In ihren
zeitgeschichtlichen aber auch unter heutigen
gestaltungsrelevanten Zusammenhängen entfalten diese
Entwürfe eine bemerkenswerte künstlerische Kraft.
Gleichzeitig sind sie als eigenständiger Bestandteil
der deutschen Plakatkunst der Nachkriegszeit zu
werten.
Aus
Platz-, leih- und versicherungstechnischen sowie
konservatorischen Gründen kann nur etwa ein Fünftel
der Plakate in Berlin betrachtet werden. Tiefere
Einblicke gewährt der Schweriner Katalog mit dem
Begleittext des Schriftstellers und Publizisten
Friedrich Dieckmann und einem wissenschaftlichen
Beitrag zur Plakatkunst der DDR der Kuratorin und
Kunstwissenschaftlerin Dr. Sylke Wunderlich. |