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Die
Solidarität geht weiter Zum
2. Mal waren serbische Ferienkinder bei uns zu Gast
ein Bericht von
Gabriele Senft
Ein
weiteres Mal können serbische
Kinder aus dem Patenkinderheim
„Mladost“ ihren
daheim gebliebenen Mitbewohnern
über erlebnisreiche Ferientage
in Deutschland berichten. Für Aldin,
Srdan, Nikola, Milan B. und Milan
M. und ihre Erzieherinnen Vera
und Maja war jeder Tag vom 2. bis
zum 13. Juli ausgefüllt. Viele Begegnungen
gab es im Land Brandenburg,
wo sie gemeinsam mit Jugendlichen
vom Schul- und Wohnprojekt
„Am Rand“ wohnten. Diese hatten
die Wünsche der serbischen Gäste
berücksichtigt und ein wunderbares,
niveauvolles Programm erarbeitet,
u. a. einen Tag im Zoo Eberswalde,
Kanufahrten und sogar die Möglichkeit,
mit einem Ultraleicht- flugzeug
zu fliegen.

Mit
den serbischen Jugendlichen im Berliner Fernsehturm
Foto: Gabriele Senft
Ein weiterer Höhepunkt war ein Tag
in Eisenhüttenstadt, Brigitte und ihr
Mann Lothar Grimm hatten ihn vorbereitet,
mit einer Betriebsbesichtigung
im Eisenhüttenwerk, Erfrischung
und Spaß im „Inselbad“ und
der Einladung auf ihr Grundstück, -
ein Paradies zum Erholen. Gudrun
Wischeidt erklärte sich bereit, ihnen
beim Aufsuchen der Mahn- und
Gedenkstätte Sachsenhausen geschichtliche
Zusammenhänge zu erklären.
Besonders hervorgehoben sei aber
hier der 5. Juli. An diesem Tag wollten
wir wie vor zwei Jahren GBM-Mitgliedern
die Gelegenheit geben,
ihre „Schützlinge“ bei einer gemein-
samen Schiffsfahrt auf der Spree
und in Berlin-Lichtenberg auf dem
Monimboplatz zu treffen. Gerhard
Fischer vom GBM-Vorstand, Brigitte
Dressel, Jürgen Heinsch, Dittmar
Steinke und Gabriele Senft vom
Arbeitskreis begleiteten sie durch
Berlin: auf den Fernsehturm, beim
ausführlichen Spaziergang durch
das Zentrum und nach der Dampfertour
zu dem bekannten nikaraguanischen
Wandbild in Lichtenberg, wo
an diesem Tag zur „Langen Nacht
der Bilder“ auch viele von der Initiative
zur Rettung des Gemäldes anwesend
waren, auch die Maler, die es saniert
haben, und wo unseren Gästen
viel Interesse und Gastfreundschaft
entgegengebracht wurde.
Gerhard Fischer berichtete den serbischen
Gästen vom Anliegen der
„Gesellschaft zum Schutz von Bürgerrecht
und Menschenwürde“, deren
Mitglieder sich für Frieden und
Völkerverständigung einsetzen.
Die
langjährige Freundschaft zu ihnen
sei der lebendige Beweis dafür. Drei
der nun 16- bis 18jährigen elternlosen
Jungen aus dem Heim, die diesmal
der Einladung der GBM nach
Deutschland folgten, begegneten wir
bereits bei unserem ersten gemeinsamen
Hilfstransport nach Kragujevac
von GBM und der Initiative „Mütter
gegen den Krieg“ im Dezember 1999.
Wir konnten über Jahre ihre Entwicklung
zu klugen, hilfsbereiten Persönlichkeiten
verfolgen. Sie werden die
vielen schönen Eindrücke, die sie in
diesem Sommer auch dank der GBM Solidarität
erfuhren, niemals vergessen.
Gabriele Senft
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