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GBM Delegiertenkonferenz 2010

Am 27. Mai tagte im „Münzenberg-Saal“ des Verwaltungsgebäudes Franz-Mehring-Platz 1 in Berlin die Delegiertenkonferenz der GBM.
In den 30 Ortsverbänden und Arbeitskreisen wurden 151 Delegierte gewählt, von denen 120, das entspricht 79,5 %, an der Konferenz teilnahmen. Zu den an der Konferenz teilnehmenden Gästen gehörten u. a. Dr. Hans Modrow, Prof. Siegfried Mechler, Horst Parton

Nachdem der Vorsitzende; Prof. Dr. Wolfgang Richter die Konferenz eröffnet hatte, folgte durch einen kurzen Film die Würdigung des Wirkens der Professoren Sonja und Moritz Mebel. Im Anschluss daran wurde ihnen der „Preis für Frieden und Menschenrechte“ der GBM überreicht. Diesen Preis erhielten sie zum 65. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus verliehen, konnten ihn aber nicht auf der Festveranstaltung der GBM am 7. Mai entgegennehmen, da sie zu den Feierlichkeiten des Sieges über den Faschismus in Moskau weilten.

Mit bewegten Worten bedankte sich Prof. Dr. Moritz Mebel in beider Namen für die Auszeichnung und forderte die Delegierten und alle Mitglieder der GBM auf, im Kampf um die Sicherung des Friedens und die Durchsetzung der Menschenrechte nicht nachzulassen und verwies darauf, dass der Schwur von Buchenwald – nie wieder Krieg, nie wieder Faschismus – noch heute gültig ist.

Nach der Konstituierung der Konferenz nahm der Vorsitzende der GBM das Wort zum Bericht des Vorstandes. Im Mittelpunkt des Berichtes standen die Ergebnisse der Arbeit der GBM auf den verschiedenen Gebieten seit der Delegiertenkonferenz im Mai 2008.
Aus der Vielzahl der Aktivitäten seien – ohne Anspruch auf Vollständigkeit und Wertung - erwähnt:
Die europäische Friedenskonferenz im März 2009;
Die festliche Veranstaltung zum 65. Jahrestag der Befreiung vom Faschismus;
Edition der Broschüre „Zur Reform der gesetzlichen Rentenversicherung“;
Aktivitäten im Forum Menschenrechte, besonders die Mitwirkung an den Parallelberichten zu den Staatenberichten der Regierung der BRD;
Die Herausgabe des Lexikons „Künstler der DDR“;
Ausstellungen in der Geschäftsstelle der GBM und
Weiterführung der aktiven Solidarität durch die Unterstützung des Kinderheimes in Serbien.

Hervorgehoben wurden auch die Aktivitäten der GBM im Ostdeutschen Kuratorium von Verbänden bei der Planung und Durchführung gemeinsamer Vorhaben.
Ebenso würdigte er die Mitwirkung der GBM bei der Unterschriftensammlung des Freundeskreises der Ernst-Thälmann-Gedenkstätte in Ziegenhals zum Erhalt der Gedenkstätte. Menschenrechtspreisträger der GBM gehörten unter den ersten Unterzeichnern des Aufrufs zum Erhalt der Gedenkstätte.
W. Richter machte aber auch deutlich, dass die GBM vor einer Reihe von Problemen steht.
So hat sich seit der letzten Delegiertenkonferenz die Anzahl der Mitglieder auf rd. 2600 reduziert. Da zu wenig neue Mitglieder zu uns stoßen, verringern sich auch die Möglichkeiten in anderen Gremien mitzuarbeiten. Eine weitere Folge besteht darin, dass der Gesellschaft weniger finanzielle Mittel für die Arbeit zur Verfügung stehen.
Besonders bedankte der sich bei den zahlreichen Mitgliedern, die ihren monatlichen Mitgliedsbeitrag erhöht haben oder die durch Spenden die Arbeit der GBM unterstützen.

Danach wurde durch die Schatzmeisterin, Dr. Gisela Hering, der Finanzbericht gegeben.

Marion Rager trug den Bericht der Kassenprüfer vor.

In der anschließenden Diskussion sprachen:

-  Jörg Pauly zur Satzung;
-  Dr. Hans Modrow zur Geschichtsarbeit;
-  Dr. Jürgen Zänker zu Menschenrechtsfragen;
-  Prof. Dr. Siegfried Mechler zur Arbeit der GBM im Ostdeutschen  
   Kuratorium 
   von Verbänden;
-  Jens Schulze zur Wirksamkeit der GBM nach außen und zur 
   Mitgliedergewinnung;
-  Max Renkl dankte der GBM und W. Richter für das Engagement zum
   Erhalt 
   der Ernst-Thälmann-Gedenkstätte;
-  Helga Hörning zu den Aktivitäten der GBM im europäischen Friedensforum;
-  Prof. Dr. Ernst Bienert zu Anforderungen der Arbeit der GBM hinsichtlich
   der Gesundheitspolitik der schwarz-gelben Koalition;
-  Erhard Vogel über territoriale Bündnisse am Beispiel der Verhinderung der
   Nazi-Demo in Dresden;
-  Dr. Peter Michel über Ergebnisse und Vorhaben des Arbeitskreises Kultur;
-  Eberhard Rehling zum Volksbegehren zur Offenlegung der Geheimverträge 
   der Berliner Wasserbetriebe und
-  Dieter Siegert zum Sozialpolitischen Netzwerk in Chemnitz.

Die Delegiertenkonferenz bestätigte die vorgelegten Berichte des Vorstandes, der Schatzmeisterin und der Kassenprüfer und entlastete den Vorstand.
Auch die Berichte der Mandatsprüfungskommission und der Redaktionskommission wurden bestätigt.
Danach beschloss die Delegiertenkonferenz die Änderung der Satzung, die Finanzordnung, die Arbeitsschwerpunkte für 2010/2011 und einen Brief an die Bundesministerin für Arbeit und Soziales.

Abschließend erfolgte die Wahl des Vorstandes und der Kassenprüfer.
In den Vorstand wurden gewählt:

Prof. Dr. Ernst Bienert
Gerd Buddin
Klaus Eichner
Prof. Dr. Gerhard Fischer
Dr. Gisela Hering
Helga Hörning
Ernst Jager
Horst Jäkel
Wolfgang Konschel
Heinz Langer
Dr. Hans-Peter Michel
Jörg Pauly
Dr. Klaus-Georg Przyklenk
Prof. Dr. Wolfgang Richter
Dr. Ursula Schönfelder
Klaus Schulz
Jens Schulze
Gerhard Tressel
Karl-Heinz Wendt

Als Kassenprüfer wurden gewählt:

Marion Rager
Ingeborg Schöne
Gisela Severin


Im Anschluss konstituierte sich der Vorstand und wählte Prof. Dr. Wolfgang Richter erneut zu seinem Vorsitzenden.

In seinen Schlussbemerkungen bedankte er sich für das ihm und dem Vorstand ausgesprochene Vertrauen.
Herzlich bedankte er sich auch bei Dr. Hans Dahlke, Heinz Neumann, Helmut Semmelmann und Jürgen Weinert, die aus verschiedenen Gründen nicht mehr für den Vorstand kandidierten und hob hervor, dass sie mit ihrem Wirken wesentlich zum Ansehen der GBM beigetragen haben.

- Jörg Pauly -
 
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erschienen im Dezember 2009

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