GBM - Delegiertenkonferenz am 29.05.2008

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Diskussionsbeiträge in kurzer Zusammenfassung

1. Dieter Siegert – Ortsverband Chemnitz,

berichtete, dass der Ortsverband neben seinen politischen Aktivitäten auch sein soziales Engagement weiterentwickelt hat. So ist  der OV Chemnitz  seit Januar 2006 Träger des Projektes "Bürgerkonsultationen zu sozialen Angelegenheiten", das allen Bürgerinnen und Bürgern in Chemnitz und Umgebung, die im Umgang mit Behörden und Institutionen ungeübt oder befangen sind, Unterstützung gibt. Insbesondere wird im Vorfeld von Anträgen auf erforderliche Unterlagen und Bescheinigungen hingewiesen und Hilfestellung bei der Ausfüllung von Formularen, bei der Klärung behördlicher Angelegenheiten und zur Einhaltung von Fristen gegeben. Für manche ist dies nichts Neues, da derartige Beratungen in Chemnitz und von vielen Ortsverbänden unserer Gesellschaft seit vielen Jahren durchgeführt werden. Bemerkenswert aber ist, dass diese Arbeit durch die Bürgerstiftung Dresden unterstützt und durch das Sächsische Staatsministerium für Soziales gefördert wird.

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2. Prof. Dr. Siegfried Mechler – Präsident des OKV,

übermittelte die solidarischen Grüße der 20 Mitgliedsorganisationen des OKV und forderte in deren Namen die sofortige Einstellung der politischen Kampagne gegen die GBM. Er betonte die Notwendigkeit der Abstimmung und der gegenseitigen Unterstützung der Organisationen. Seit der alternativen Protestveranstaltung vom Oktober 2007 wurden unter die dort verabschiedete Protestresolution 13.000 Unterschriften gesammelt. Sie wurde an politische Verantwortungsträger des Bundestages gesandt.
Für das Jahr 2008 ist eine ähnliche Veranstaltung geplant mit den Schwerpunkten:
 Krieg und Frieden und die deutsche Militärpolitik
 Zur Lage der Menschenrechte in der BRD
 Ostdeutschland ist schon viel zu lange Experimentierfeld für Sozialabbau in ganz Deutschland
mit denen sich das OKV und seine Verbündeten auf die politischen Auseinandersetzungen und Geschichtsfälschungen im Zusammenhang mit den verschiedenen Jahrestagen im Jahr 2009 vorbereiten.
Beitrag liegt im Original vor.

3. Prof. Dr. Heinrich Fink – Vorsitzender der VVN/BdA,

verband seine Grüße an die Delegiertenkonferenz mit dem Dank für die Unterstützung der Kampagne zum Verbot der NPD. 175.000 Unterschriften konnten dafür gesammelt werden.
Er legte dar, dass die offizielle Übergabe der Unterschriften an das Parlament am Verhalten des Bundestagspräsidenten scheiterte. Dennoch wurde ein Weg gefunden die Unterschriften den Bundestagsabgeordneten zur Kenntnisnahme zuzuleiten .
Die VVN/BdA wird auch weiterhin darüber aufklären, dass der Abbau der sozialen Systeme neofaschistisches Gedankengut und damit die NPD fördert.
Die Überwindung des Neofaschismus und seiner Wurzeln in einem breiten Bündnis ist das Ziel der VVN/BdA, Das Zusammengehen mit der GBM ist dabei von besonderer Bedeutung.

4. Horst Parton – Vorsitzender ISOR,

brachte die Solidarität der Mitglieder von ISOR mit der GBM zum Ausdruck, die sich ihrerseits in jeder Situation solidarisch zu ISOR verhalten hat. Seine Organisation weist Verleumdungen, wie sie von Herrn Knabe gegen ISOR vorgetragen werden, entschieden zurück.
Er legte Aktivitäten im Kampf gegen Diskriminierung und Rentenstrafrecht dar. Neben den noch laufenden 24.000 Verfahren soll mit weiteren 50.000 Verfahren eine neue Etappe im Kampf um Rentengerechtigkeit eingeleitet werden. Da die historische Wahrheit nicht gewollt ist, werden - falls die gesetzliche Diskriminierung nicht beendet wird - die Aktionen gegen das Rentenstrafrecht in der BRD gemeinsam mit Verbündeten noch verstärkt.

5. Dr. Kate Leiterer – Ortsverband Berlin – Köpenick

In ihrem Beitrag forderte Dr. Leiterer die Menschen aus dem Osten auf, die 20 Jahre nicht verwirklichter Menschenrechte in Briefen an die politisch Verantwortlichen in der BRD nachzuweisen. Damit kann der „Wahrheitsgehalt“ einer beabsichtigten Studie der CDU-Politikerin Schipanski zur „gefühlten Einheit“ wesentlich erhöht bzw. richtig gestellt werden.
Im weiteren berichtete sie darüber, wie mit Bündnispartnern die Arbeit der Gesundheits- und Sozialberatung im Stadtbezirk Köpenick aufgebaut wurde, die sich insbesondere als Ratgeber für Gesundheit und Fitness im Alter versteht.

6. Günter Seidel – Stellvertretender Vorsitzender GRH,

analysierte in seinem Beitrag die Ursachen der verschärften Angriffe auf im OKV zusammengeschlossene Organisationen und Personengruppen. Er schätzte ein, dass die im Jahre 2005 beendete politische Strafverfolgung von Verantwortungsträgern der DDR trotz eines über ganz Deutschland ausgebreiteten Netzwerkes nicht die politisch gewünschten Ergebnisse der Delegitimierung der DDR brachte. Das ist einer der Gründe, warum mit neuen Formen und Methoden der Diskriminierung und Geschichtsfälschung begonnen wurde. Das äußert sich insbesondere durch den Einsatz emotionaler Momente und Mittel. Dem muss mit sachlichen politischen Argumenten begegnet werden.
Beitrag liegt im Original vor.

7. Gerd Buddin – Vorstandsmitglied GBM

Ausgehend von seiner Funktion im Parteivorstand der Partei/Die Linke und als Stellvertreter des Vorsitzenden der Gewerkschaft ver.di Berlin betonte er, dass die GBM als Menschenrechtsorganisation mit dem Engagement und der Solidarität der Linkspartei rechnen kann. Er nahm ausführlich Stellung zu den politischen Hintergründen der Auseinandersetzung in der BVV Lichtenberg. Er appellierte an die Ortsverbände und die Mitglieder der GBM noch stärker als GBM in Erscheinung zu treten und sich u. a. bei gewerkschaftlichen Aktionen und anderen gesellschaftlichen Ereignissen in den Stadtbezirken zu engagieren.

8. Wolfgang Konschel – Vorstandsmitglied GBM,

begründete, dass die gegenwärtig durch die Politik entfachte Rentendebatte einen Großangriff in sozialpolitischen Fragen darstellt. Dabei werden Emotionen entfacht, Hasstiraden geschürt und die Jugend gegen die ältere Generation aufgehetzt. Die Notwendigkeit sowohl einer echten Rentenreform als auch die Angleichung der Ostrenten an das Rentenniveau West müssen eingefordert werden. Die Interessen der Ostdeutschen in sozialpolitischen Fragen zu vertreten bedeutet gesamtdeutsche Arbeit zu leisten.

9. Prof. Dr. Ernst Bienert – Vorstandsmitglied GBM,

betonte, dass als Folge des Sozialabbaus der Druck auf die Politik sowohl von unten als auch von Links gewachsen ist und sich Probleme eher zwischen arm und reich als zwischen jung und alt öffnen. Das ehemals vorbildliche Rentensystem der Alt - BRD hat sich gewandelt und die zunehmende Altersarmut gibt Grund zur Besorgnis. Mögliche Alternativen bei konsequentem Bruch mit Tabus werden in einer Broschüre aufgezeigt, die Prof. Bienert mitverfasst hat und die demnächst veröffentlicht wird. Die GBM beteiligt sich aktiv an der gegenwärtigen Debatte um eine grundsätzliche Rentenreform und fordert ein neues Rentenkonzept und eine neue solidarische Rente, die Angleichung des Rentenwerts Ost an das Westniveau sowie die Beseitigung des Rentenstrafrechts.

10. Elmar Schmähling – Mitglied des Kuratoriums der GBM,

führte aus, das eine erfolgreiche Menschenrechtspolitik – wie sie von der GBM mit hoher Effektivität und geringen Mitteln betrieben wird – nicht ohne Friedenspolitik denkbar ist.
Die GBM hat mit ihrer Friedenspolitik, ausgehend vom Tribunal gegen den Jugoslawienkrieg der NATO, internationale Maßstäbe gesetzt, die mit der Arbeit des Europäischen Friedensforums erfolgreich fortgesetzt werden. Zur NATO - Problematik schätzte er ein, dass diese sich inzwischen weltweit etabliert hat und der Drang zur Aufnahme in die NATO sehr groß ist. Die Ausdehnung der NATO besonders in die osteuropäischen Länder bedeutet eine weitere Militarisierung Europas. Dabei ist die NATO das Übel schlechthin und hat schlimmste Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu verantworten. Der Plan aus Anlass des 10. Jahrestag des Jugoslawienkrieges im Jahre 2009 eine Friedenskonferenz durchzuführen fand auch auf der Tagung des Weltfriedensrates in Caracas positive Resonanz.

11. Dr. Christa Anders – Arbeitskreis „Solidarität“ der GBM,

dankte allen Ortsverbänden und Mitgliedern, die mit ihren Geld- und Sachspenden seit 1999 eine erfolgreiche Solidaritätsarbeit für Kinder in Jugoslawien möglich gemacht haben. Sie berichtete über durchgeführte Aktionen und stellte weitere Projekte anlässlich der 10 jährigen Patenschaft mit dem Kinderheim in Kraguevac vor.
Darüber hinaus berichtete sie über Solidaritätsaktionen von Ortsverbänden für Mosambique und Vietnam. Sie rief alle Delegierten auf, die aktive Solidarität zu erweitern.

12. Dr. Siegfried Wege – Arbeitskreis „Kunst aus der DDR“ der GBM,

mit dem Wirken des Arbeitskreises leistet die GBM eine wertvollen Beitrag zur Pflege und Bewahrung nicht nur der bildenden Kunst der DDR. Es finden auch Lesungen und Konzerte statt. Die Galerie der GBM hat sich im Kunstleben Berlins einen unverzichtbaren Platz gesichert.
Beitrag liegt im Original vor.

13. Dr. Günter Schneemann – Ortsverband Berlin – Lichtenberg,

stellte die Versuche von Vertretern der CDU und der SPD in der BVV Lichtenberg, die Arbeit der GBM zu diskriminieren und massiv zu behindern, in den Mittelpunkt seines Beitrages. Er schätzte ein, das die politischen Angriffe auf die GBM keine Lappalie sind, sondern ein Teil der ganz Berlin betreffenden Attacken gegen die Linke und ihnen nur in einem breiten solidarischen Bündnis begegnet werden kann. Auch die GBM muss sich Gedanken über ihre Verbündeten für weitere derartige Aktionen machen. Er übte heftige Kritik am Vorstand der GBM, der sich in dieser kritischen Situation seiner Meinung nach gegenüber dem Ortsverband unsolidarisch verhalten hat. Nur durch gemeinsames offensives Auftreten sind solche Angriffe abzuwehren.



14. Helga Hörning – Arbeitskreis „Frieden“ der GBM,

berichtete über die Mitarbeit des Arbeitskreises in verschiedenen Bündnissen der Friedensbewegung und informierte über aktuelle Aktionen. Aufklärung und Aktion bilden immer eine Einheit und dafür sollten alle Möglichkeiten genutzt werden. Sie unterstützte die bereits im Bericht angesprochene Verbesserung der Kommunikation zwischen Vorstand, Arbeitskreis und Ortsverbänden mit Hilfe der Internetnutzung.
Beitrag liegt im Original vor.

15. Harald Nestler – Ortsverband Berlin – Köpenick

Informiert darüber, dass auch im Stadtbezirk Treptow – Köpenick die Arbeit des Ortsverbandes im Zusammenhang mit der Rentenberatung behindert wird. Nachdem eine entsprechende Anordnung der zuständigen Stadträtin zwar zurückgenommen wurde, hat nunmehr die SPD in der BVV eine neue Initiative gegen die GBM ergriffen. Der Ausgang ist offen. Das Beispiel zeigt, wie durch Geschichtsklitterung der Einfluss linker Kräfte zurück gedrängt werden soll. Er schätzte ein, dass In den Auseinandersetzungen der Brief von Kuno Füssel hilfreich war und noch ist.
Er appelliert an den Vorstand eine aktuelle Selbstdarstellung über die nationalen und internationalen Aktivitäten der GBM zu erarbeiten, die als Grundlage für die Diskussion in der Öffentlichkeit dienen kann.
Ungekürzter Beitrag liegt im Original vor.

16. Bruno Mahlow – Präsidiumsmitglied epf,

erinnerte daran, dass die Sicherheit auf Zukunft und Perspektive vor allem für die jungen Generationen ein unverzichtbares Menschenrecht ist. In die politische Arbeit der GBM muss auch eine Kampagne für eine sichere Rente späterer Generationen einbezogen werden. Das könnte sich positiv auf die Mitgliederbewegung auswirken.
Hinsichtlich der politischen Angriffe gegen die GBM vertritt er die Auffassung, dass wir offensiver argumentieren müssen und wir den Inhalt der Auseinandersetzungen stärker bestimmen sollten. Wir sollten z. B. mit unseren Standpunkten auf Abgeordnete zugehen und durch Anfragen erzwingen, dass diese öffentlich diskutiert werden.


Schriftlich eingereichte Beiträge:

17. Prof. Dr. Gerhard Fischer – Alternatives Geschichtsforum
18. Horst Jäckel – Vorstandsmitglied GBM, Ortsverband Potsdam
 
 
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erschienen im Dezember 2009

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