Chronik der GBM e.V.
Das Jahr 1995
März 1995 Die Diskussion über die Beseitigung des Rentenunrechts wird intensiver und hat – wenn auch begrenzte – Auswirkungen auf juristischer Ebene. Bei einigen Sozialgerichten ist ein langsames Umdenken bemerkbar.
Mai 1995 Über 1500 Teilnehmer haben inzwischen die Vereinbarung über die anwaltliche Vertretung mit dem Förderkreis Senioren abgeschlossen. Der Förderkreis mit seinen inzwischen über 3600 Mitgliedern zählt 30 Ortsverbände. Das Bedürfnis nach weiteren Formen des Zusammenwirkens der Mitglieder wird deutlich: gemeinsame Reisen, geselliges Beisammensein und Kulturveranstaltungen werden in den Ortsverbänden organisiert.

Die erste Ausgabe des „Icarus" - Zeitschrift für soziale Theorie und Menschenrechte“ erscheint.
21. Juni 1995 Anhörung im Bundestagsausschuss für Arbeit und Sozialordnung zur Novellierung des Rentenüberleitungsgesetzes. Zusammen mit anderen Rentenexperten erklären Dr. Fritz Rösel, Dr. Schönfelder und Wolfgang Konschel als Vertreter der GBM das RÜG und AAÜG als mit dem Grundgesetz unvereinbar und fordern Änderungen in Übereinstimmung mit der Wertneutralität des Rentenrechts.
Juli/August 1995 Nachdem sich bereits Tausende von Bürgerinnen und Bürgern an den Petitionsausschuss des Bundestages gewandt hatten, um dort Schutz vor Diskriminierung einzufordern, regt die GBM die Betroffenen an, Beschwerde bei der Menschenrechtskommission der Vereinten Nationen einzureichen (1503-Verfahren), um zumindest den internationalen Druck auf die Regierung der Bundesrepublik zu erhöhen – auch wenn es nicht zu Verurteilungen kommt. Hierzu werden ein Musterbrief und Ratschläge veröffentlicht und eine Briefaktion gestartet.
September 1995 Auf einer Pressekonferenz stellt die GBM und die GRH das Weißbuch „Unrecht im Rechtsstaat – Strafrecht und Siegerjustiz im Beitrittsgebiet“ vor.
30. September 1995 Colloquium „Kolonialisierung oder Demokratisierung“.
12. Oktober 1995 Teilnahme der GBM an der Tagung einer Arbeitsgruppe der OSZE in Warschau.
November 1995 Teilnahme der GBM an einem Treffen Außenministers Kinkel mit Menschenrechtsorganisationen in Bonn.
9. Dezember 1995 Wissenschaftliches Colloquium anlässlich des Tages der Menschenrechte „Menschenrechte im Einigungsprozess“
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