Chronik der GBM e.V.
Das Jahr 2003
30. Januar 2003 Das Berliner Alternative Geschichtsforum bei der GBM veröffentlicht eine Erklärung zum 70. Jahrestag der Machtübergabe an den Hitlerfaschismus und erinnert: „Sozial- und Demokratieabbau, wie ihn Deutschland gegenwärtig zunehmend erlebt, bereitet den Boden für Rechtsextremismus. Gegen Neofaschismus, Rassismus, Antisemitismus und Ausländerfeindlichkeit ist entschlossener, einmütiger und tatbereiter Widerstand geboten.“
15. Februar 2003 500.000 Menschen demonstrieren in Berlin gegen den drohenden Angriff auf Irak. Zum Trägerkreis dieser mächtigen Demonstration gehört auch die GBM. Mit all ihren Ortsverbänden mobilisiert die GBM zur Teilnahme an dieser Großdemonstration, ebenso wie zu den vielen Antikriegsaktivitäten, die im ganzen Land in den darauf folgenden Monaten organisiert werden.
21.-23. März 2003 Das erweiterte Präsidium des Europäischen Friedensforum berät über die kommende Friedensarbeit in Prag und nimmt teil an der europaweiten Friedenskonferenz unter dem Motto „Europa und eine Welt des dauerhaften Friedens“. Die Teilnehmer appellieren an die Abgeordneten des Europaparlaments, der nationalen Parlamente, an die europäischen Staatsoberhäupter und Regierungschefs, alles nur Mögliche gegen den Krieg, gegen jede Art von Beteiligung an ihm zu unternehmen. „Europa darf nicht für US-Kriegspläne bluten“.
März 2003 Das Kanzleramt reagiert auf den Brief der Deutschen Sektion des Europäischen Friedensforums vom 21. 10. 2002 (siehe oben) und stellt über seine Botschaft in Belgrad dem Direktor der Gedenkstätte in Kragujevac finanziellen Unterstützung in Aussicht.
März 2003 Die GBM erstellt Informationsmaterial für Nichtmitglieder, die sich - verunsichert durch Meldungen über Rentenansprüche vor allem der technischen Intelligenz – an die Ortsverbände um Hilfe wenden.
15. Mai 2003 Das Ostdeutsche Kuratorium von Verbänden stellt das unter aktiver Mitarbeit der GBM entstandene „Ostdeutsche Memorandum 2003“ vor, um auf die weiter fortbestehenden schweren Defizite des Vereinigungsprozesses hinzuweisen.
22. Mai 2003 Die GBM-Delegiertenkonferenz in Berlin zeichnet ein facettenreiches Bild der GBM-Aktivitäten und dem unermüdlichen Einsatz der Ortsverbände, der Arbeitsgruppen, des Vorstandes und der vielen Mitglieder für Frieden, Menschenrechte und soziale Gerechtigkeit – wie dem anhaltenden Widerstand gegen Rentenunrecht – über deutsche Geschichtsaufarbeitung und Solidarität mit den Opfern des NATO-Krieges gegen Jugoslawien bis zu den umfangreichen kulturellen Aktivitäten.
5. Juni 2003 Gegen die von der EU verhängten neuen Strafen gegen Kuba erhebt die GBM massiven Einspruch und bekundet ihre uneingeschränkte Solidarität mit Kuba.
17. Juni 2003 Die Erklärung des Berliner Alternativen Geschichtsforums bei der GBM zu den Ereignissen um den 17. Juni 1953, die sich gegen die Geschichtsklitterungen wendet, findet lebhaftes Echo in den GBM-Ortsverbänden und bei den Mitgliedern des Ostdeutschen Kuratoriums von Verbänden.
August 2003 Der Vorstand der GBM wendet sich an alle Mitglieder um sie zu ermutigen, den Druck auf die politischen Entscheidungsträger gegen deren antisoziale Politik zu verstärken. Dazu schlägt der Vorstand auch einen Musterbrief an den Bundeskanzler vor, den jede(r) einzelne so oder in ähnlicher Weise nutzen kann.
5. August 2003 Die GBM stimmt dem Antrag des Vereins für angewandte Konfliktforschung (VAK e.V.) auf Beitritt zur GBM als kollektives Mitglied zu.
13. Oktober 2003 Mit einer Demonstration vom Brandenburger Tor zum Roten Rathaus, protestieren Tausende gegen die Streichung heutiger und künftiger Rentenansprüche sowie gegen den Sozialabbau insgesamt. Die GBM hatte nicht nur massiv für die Teilnahme mobilisiert, sondern stellt mit ihrem Vorsitzenden einen der Hauptredner.
Oktober 2003 Die GBM unterstützt die Klagen der Kriegsopfer aus Varvarin vor dem Bonner Landgericht durch Solidaritätsaktionen und Teilnahme an der Gerichtsverhandlung.
November 2003 Die GBM wendet sich in einer Presserklärung und in Zeitungsartikeln gegen die immer wieder verbreiteten Falschmeldungen über die DDR-Zusatzversorgung.
10. Dezember 2003 Die GBM ehrt den international bekannten Globalisierungskritiker und Wissenschaftler Michel Chossudovsky. Mit der Ehrung wird sein langjähriges Wirken bei der Aufdeckung der Hintergründe und Auswirkungen des Globalisierungsprozesses, ihre zerstörerischen Wirkungen auf Bürgerrecht und Menschenwürde in den Gesellschaften und der Notwendigkeit des Widerstandes gewürdigt.
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