Chronik der GBM e.V.
Das Jahr 2004
10. Januar 2004 Die GBM ist erstmals Mitveranstalterin der Rosa-Luxemburg-Konferenz, die von der Tageszeitung Junge Welt und Cuba Si jährlich durchgeführt wird und viel Anklang findet bei linken Jugendlichen.
März 2004 Stellungnahme der GBM zum 5. Staatenbericht der Bundesrepublik Deutschland nach Artikel 40 des Internationalen Paktes über bürgerliche und politische Rechte aus Anlass der Berichtsbehandlung durch den UNO-Menschenrechtsausschuss.
16. März 2004 Der Vorstand der GBM erläutert auf der Tagung der Ortsvorsitzenden den neuen Satzungsentwurf, der allen Mitgliedern zugegangen war. Eine Neufassung wurde nötig, weil viele der GBM-Aktivitäten zur Verwirklichung des Vereinszwecks, die national und international Beachtung finden, aus der gültigen Satzung nur abgeleitet werden können und daher eine Präzisierung notwendig wird.
20. März 2004 Teilnahme der GBM am Internationalen Aktionstag für Frieden und soziale Gerechtigkeit an der Berliner Gedächtniskirche.
3. April 2004 Auch die GBM mobilisierte ihre Mitglieder zur Teilnahme an der DGB-Demonstration gegen die Agenda 2010 „Alle gemeinsam gegen Sozialkahlschlag – Für die Angleichung des Rentenwertes Ost an den Rentenwert West – gegen Rentenraub – für sichere und gerechte Renten“ zu der rund 500.000 Menschen zum Brandenburger Tor kommen. An diesem Tag beginnt die GBM ihre Postkartenaktion gegen Rentenklau und Sozialabbau an den Bundestagsausschuss für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe.
20. April 2004 Podiumsdiskussion in der Geschäftstelle mit dem Menschenrechtsanwalt der USA, Leonard Weinglass über den Kampf für die Freilassung der kubanischen Gefangenen in den USA, den „Miami 5“.
6. – 9. Mai 2004 Bei der Tagung des Weltfriedensrates in Athen wird das Europäische Friedensforum als Mitglied aufgenommen.
18. Mai 2004 Delegiertenkonferenz der GBM verabschiedet die neue Satzung.
19. Mai 2004 Der „Freundeskreis Kunst aus der DDR“ bei der GBM wird gegründet um Kunstinteressierten und Künstlern in ganz Deutschland Gelegenheit zu bieten, wieder mehr miteinander ins Gespräch zu kommen. Als Angebot werden geplant: Gemeinsame Besuche von Künstlerateliers oder Ausstellungen, um Rückblicke ebenso wie Einblicke in aktuelles Schaffen zu ermöglichen. Vorträge, um an das Wirken Verstorbener oder an Ereignisse des Kunstlebens zu erinnern. Dem Meinungsstreit über Kunstfragen soll ein Forum geboten werden, das auch einen Beitrag zum bisher nicht wirklich in Gang gekommenen Gespräch zwischen Ost und West im Bereich der bildenden Kunst leisten könnte. Willkommen ist eine Zusammenarbeit mit allen, die ein offenes Auge und waches Interesse haben für Kunst aus der DDR und für das weitere Schaffen von Künstlern, die in der DDR ihren Weg begannen.
20. Juni 2004 Mit der Berliner Erklärung „Die EU-Erweiterung und ihre Bedeutung für Europa“ appelliert das Präsidium des Europäischen Friedensforums (epf) an alle Friedenskräfte in Europa, sich viel stärker in Fragen der europäischen Entwicklung einzumischen, um ein friedliches, demokratisches und sozial gerechtes Europa der Völker zu erstreiten.
22. Juni 2004 Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) urteilt, dass die bisher noch existierende Entgeltbegrenzung nach § 6 Abs. 2 und 3 AAÜG für Zusatz- und Sonderversorgte als mit Art. 3. Abs. 1 des Grundgesetzes unvereinbar ist. Damit findet ein 13-jähriger Kampf gegen politisch motivierte Rentenkürzungen, in dem die GBM eine aktive Rolle spielte, seinen erfolgreichen rechtlichen Abschluss. In Anhörungen des Bundestages, in drei Stellungnahmen an das BVerfG, in zahlreichen Erklärungen und Briefen, bei Kundgebungen, Mahnwachen und Veranstaltungen all ihrer Ortsverbände, hat die GBM konsequent und beweiskräftig das Rentenstrafrecht als verfassungswidrig charakterisiert und seine Aufhebung gefordert. Dies wurde maßgeblich unterstützt durch Zehntausende von Schreiben Betroffener an die Regierung, Parlamentarier und den Petitionsausschuss des Bundestages. Von entscheidender Bedeutung waren auch die Widersprüche, Klagen und Berufungen, die Betroffene eingelegt und konsequent aufrechterhalten haben.
Sommer 2004 Die GBM erwirkt eine einstweilige Verfügung gegen das Buch "Stasiland" der australischen Autorin Anne Funder Die GBM wird dort als Fortsetzung des Ministeriums für Staatssicherheit der DDR »enttarnt« und diverser Terrortätigkeit beschuldigt. 
Sommer 2004 Die GBM beginnt Postkartenaktion an das Europäische Parlament, um gegen den Entwurf der Europäischen Verfassung zu protestieren.
Herbst 2004 Die GBM ruft auf zur Teilnahme an den Montagsdemonstrationen gegen Hartz IV.
7. Oktober 2004 Anlässlich des 55. Jahrestages der Gründung der DDR hat die GBM zu einer Jubiläumsveranstaltung im Russischen Haus der Wissenschaften und Kultur in Berlin geladen. 600 Teilnehmer im überfüllten Festssaal verfolgen die Reden von Prof. Wolfgang Richter ,Dr. Friedrich Wolff und Dr. Kuno Füssel, die Verleihung des GBM Ehrenabzeichens, die Lieder von Lautaro Valdes (Chile) und den Film „Anno Populi“ von Karl Gass.
Herbst 2004 GBM- Vertreter als Wahlbeobachter der OSZE in Belarus
13. November 2004 Ein großer Wunsch des Kinderheimes Mladost in Kragujevac geht in Erfüllung: Ein dringend benötigter Kleinbus gestiftet von der GBM, ver.di und dem „Autohaus am Antonplatz“ wird dem Heim übergeben.
10. Dezember 2004 Die Vorstandssitzung der GBM trifft Vorbereitungen für die Verleihung des Menschenrechtspreises 2004, die diesmal verspätet im Januar 2005 stattfinden wird: Im Rahmen der alljährlichen Rosa-Luxemburg-Konferenz, wird Angela Davis den Preis erhalten. Zum 60. Jahrestag der Befreiung im Mai 2005, den die GBM und das Europäische Friedensforum mit einer Festveranstaltung begehen will, wird eine Erklärung veröffentlicht.
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