weiterer
internationaler Vertreter des Sozialbewegung wider. Cico Whitacker, der
legendäre spiritus rector dieser
Bewegung, lenkte schon in der
Eröffnung die Aufmerksamkeit der
Teilnehmer auf das nächste europäische
Treffen in Malmö (18. bis 21.9.2008)
und das Weltforum findet auf
Beschluss des internationalen Rats im
nächsten Jahr am 26.Januar als global day
statt. Ein
Aufruf dazu ist in
Arbeit...
Die
Kräfte zu bündeln und einen Brückenschlag
zur linken Bewegung in unserem Land
herzustellen, ist in Cottbus noch nicht
gelungen. Angesichts der zunehmenden
Polarisierung zwischen oben und unten,
zwischen arm und reich, des immer noch
dramatischen Arbeitsplatzmangels besonders
im Osten, der drohenden Altersarmut für die
Mehrheit der deutschen Bürger, des
sichtbaren Abbaus der demokratischen
Grundrechte, des gleichzeitigen Erstarkens
rechter Kräfte und vor allem der Gefahr
eines neuen Krieges mit verheerenden Folgen
für uns alle wäre dieser kämpferische
Veränderungsplan dringend geboten.
Auch ein
Blick auf die mediale gesteuerte Desinformation
der Menschen und die zunehmenden Attacken auf die
linken Zivilgesellschaften, die im Verdacht
stehen, das kulturelle Erbe der DDR zu bewahren,
unterstreicht diese Notwendigkeit. Aber keine
Frage: allein der Austausch der Gedanken und
Erfahrungen der Aktiven, der Einblick in die
Handlungsmotive und den Aktionsradius dieser bunt
gemischten Teilnehmerschar, die sachlichen und
nicht minder kontroversen Diskussionen zwischen
dem Europäischen Friedensforum, Attac, Greenpeace,
Camp AG Heiligendamm, IG Metall, ver.di, den
polnischen und tschechischen Aktivisten u.v.a.m.
waren ein großer Gewinn, der sich noch auszahlen
wird. Dazu haben nach besten Kräften auch unsere
GBM-Delegierten wie Wolfgang Friedrich und der
Sprecherrat des Cottbuser Ortsverbandes, sowie vom
Bundesvorstand der GBM Helmut Semmelmann, Frank
Bochow, Gisela Hering und Jürgen Schuchardt das
Mögliche beigesteuert...
Die
Solidarität, die uns in Cottbus bewegt hat, geht
weiter. Sie wird auf der Präsidiumstagung des
Europäischen Friedensforums in Kiew im Frühjahr
des nächsten Jahres neuen, kräftigen Impuls
erhalten. Natürlich kann man einen Bericht über
das Sozialforum im Land Brandenburg nicht
abschließen, ohne sich an die ermutigenden
Beiträge zum Kampf gegen den Sozialabbau, den
Abbau der demokratischen Grundrechte und den damit
sich verstärkenden Rassismus und Neofaschismus zu
erinnern.
Das Fazit
lautet: Eine Aufzählung dieser Gebrechen der
neoliberalen Gesellschaft ist eine unerträgliche
Geschichte von Menschenrechts-verletzungen, die
unser geistiges Fassungsvermögen überschreitet. Es
ergibt sich auch auf diesem Feld unserer
Gegensätzlichkeit zum Hauptstrom der Politik aus
den ausgebreiteten Analysen in Cottbus: so geht es
nicht weiter. Als Mitglieder der GBM fühlen wir
uns dem Forum Menschenrechte grundsätzlich
verpflichtet. Dies hat schon im Jahre 2002
gefordert „die Armut im Inland zu bekämpfen….
notwendige Sofortmaßnahmen gegen die
Arbeitslosigkeit besonders zu Gunsten von
Jugendlichen… sowie sicherzustellen, dass sich
Unterschiede zwischen den neuen und alten
Bundesländern im Lebensstandard sowie in der
Besoldung bzw. Entlohnung verringern“.
Es sei daran
erinnert, dass im nächsten Jahr Stellungnahmen der
Bundesregierung zur Rassismuskonvention und zum
Pakt über wirtschaftliche, soziale und kulturelle
Rechte auf der Agenda der UNO stehen. Vor dem
neuen Menschenrechtsrat ist Bericht zu geben. Es
ist schon verabredet, dass sich die Mitglieder der
GBM an der Vorbereitung dieser Stellungnahmen zu
den Berichten der Bundesregierung gemeinsam mit
den anderen Mitgliedern von Organisationen
und Vereinen, die sich im Ostdeutschen
Kuratorium von Verbänden versammelt haben, wieder
aktiv beteiligen. Jeder ist aufgerufen, die
Verletzungen des Rechts in Deutschland, ein
würdevolles Leben in Frieden, Freiheit und
Gerechtigkeit zu führen, ohne Rassismus und
Neofaschismus in fester Solidarität mit allen
Völkern, sorgfältig zu erfassen. Die Erklärung des
Sozialforums zu der Neufassung des EU-Vertrages
fügen wir an. Damit rundet sich der Eindruck, den
Cottbus hinterlassen hat, ab. Das Sozialforum hat
viele neue Hoffnungen geweckt. Ein Teilnehmer
schlug vor, zu der alten Losung der
Sozialforumsbewegung „Eine andere Welt ist
möglich“ zurückzukehren, um die Perspektive eines
konkreten Aktionsbündnisses sichtbarer zu machen.
Das ist ein guter Gedanke. Aber ohne Kampf wird es
nicht vorwärts gehen, auch nicht unter dieser
Losung.