GBM e.V.
     
Wolfgang Konschel verstorben
31. Juli 1931 – 18. September 2013

Der Bundesvorstand teilt in tiefer Trauer mit, dass sein langjähriges Mitglied Wolfgang Konschel nach kurzer schwerer Krankheit verstorben ist.

Wolfgang Konschel, gelernter Buchdrucker, nahm den üblichen Weg für viele DDR-Bürger. Er qualifizierte sich durch Studien an der Deutschen Verwaltungsakademie in Forst-Zinna und an der Deutschen Akademie für Staats- und Rechtswissenschaft in Potsdam-Babelsberg und ging in den Diplomatischen Dienst der DDR. Nach ersten Auslandseinsätzen wurde er stellvertretender Leiter der Abteilung Arabische Staaten. Danach war er Leiter des Generalkonsulats in Kairo und später Botschafter in Syrien. Später übernahm er die Aufgaben als Leiter der Abteilung Naher und Mittlerer Osten im MfAA und war Botschafter in Jordanien und Teheran.

1991 schloss er sich dem „Förderkreis Senioren“ an und wurde im Frühjahr 1993 Mitglied unserer Gesellschaft und später in den Bundesvorstand gewählt. Er hat sich in hervorragender Weise für die Beseitigung der bei der Überleitung des Rentensystems der DDR in das bundesdeutsche Rentensystem begangenen Ungerechtigkeiten eingesetzt.

Wolfgang Konschel gehörte seit 1990 zu den Aktivisten des Kampfes für Rentegerechtigkeit und hat bis hin zum Bundesverfassungsgericht die Interessen der Betroffenen vertreten. Durch sein Wirken in einer namhaften Rechtsanwaltskanzlei, die die Klagen von Bürgern der DDR in Rentenangelegenheiten vertrat, half er vielen von ihnen bei der Durchsetzung ihrer Ansprüche

Gemeinsam mit Prof. Dr. Ernst Bienert und Dr. Ursel Schönfelder schrieb er 2011 über den „Ostrentenklau“; 2012 folgte seine Publikation „Der lange Weg zur Rentengerechtigkeit“, in beiden setzte er sich damit auseinander, wie auf diesem Gebiet die Rechte von Menschen in der BRD verletzt wurden und werden. Mit ihm verliert nicht nur die GBM einen unermüdlichen Streiter für die vollständige Anerkennung der Lebensleistungen der Bürger aus der DDR, dem „Beitrittsgebiet“.

Mit der Fortsetzung unserer Bemühungen um gerechte Alterseinkommen, insbesondere auch die Beseitigung des Rentenstrafrechts, werden wir sein Andenken bewahren.

Karl-Heinz Wendt
Vorsitzender des Bundesvorstandes
     

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