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Meinungen und Kommentare

RFB zum Kapp-Putsch

Hans-Jörgen Knopf zur Corona-Krise

Deutschland, die Welt und Corona 2020

Das Jahr 2020 wird in die Geschichte eingehen. Keine Mondlandung, keine Sportereignisse oder herausragende gesellschaftliche Ereignisse, die es zu feiern gibt und an die man sich erinnern müsste. Nein, eine weltweite Epidemie, ausgelöst durch ein Virus, zwingt die Menschen auf unserem Planeten, darüber nachzudenken, an welch seidenem Faden das Leben hängt und was unser aller Leben so stark beeinflussen und verändern kann. Wie ein viel zu enges Korsett hat „Corona“ sich um den Globus gelegt, schnürt uns derart ein, dass die Menschen nach „Luft“ ringen. Ein Virus zwingt uns, über unser Leben nachzudenken, indem es unangenehme Zwänge erzeugt. Keiner ist davon ausgenommen, diese zweifelhafte Bekanntschaft zu machen zu können. Sehr artig lässt man sich zu Hause einsperren und sich von seinen Lieben trennen. Keiner weiß, wie lange wir auf dieses große Wort „Entwarnung“ warten müssen. Die Freiheit bekommt ein ganz neues Gesicht. Man muss akzeptieren, mit vielen Beschränkungen zu leben. Wartet geduldig, bleibt zu Hause, helft mit bei dieser Entschleunigung hin zu dieser wunderschönen Zeit vor Ausbruch der Krise. Wir haben sogar sehr viel Zeit, über das Leben nachzudenken.

Es ist schön, dass wir uns alle etwas nähergekommen sind, dass wir viel deutlicher sehen können, wie es am „anderen Ende“ der Welt aussieht, wie die Menschen dort leben, wie es der Natur ergeht usw. Die Möglichkeiten geben es her und sie werden auch genutzt. Ohne das Zutun des Journalismus mit seinen Aussagen ist es möglich, sich mit seinen eigenen Augen ein Bild zu machen. Wie leben die Menschen dort? Wir lesen nicht nur davon, sondern tauchen in fremde Kulturen und Lebensweisen ein. Man begreift, dass man selbst aus einem Land kommt, das man bisher für den Nabel der Welt gehalten hat. Nein eine Vielgestaltigkeit und eine entdeckenswerte neue Welt zeigt sich uns. Wie überall ist das Böse nicht weit vom Guten. In das Gute mischt sich ein Virus ein, das es leicht hat, als „Reisegepäck“ durch die Welt zu reisen. Der enge Horizont unserer Weltanschauung scheint zu explodieren und macht Platz für das Dazulernen.

„Denn Wissen ist das große Ganze. Wir selbst haben meist nur eine Ahnung von den Dingen. Wenn wir in uns eine Abfrage starten, sind es meist nur diese unzähligen Details die eine Antwort ausmachen. Man zweifelt an sich selbst und lauscht oft nur in die Runde, was andere zu sagen haben.“ (HJK)

Dieses Begreifen müsste eigentlich etwas bei den Menschen auslösen. Viel sensibler müssten sie, wenn sie vor dieser Fülle stehen, einsehen, es ist dieses einzigartige, dieses ungeheure Glück selbst, dabei zu sein und davor zu stehen. Es kann passieren, dass ein Schwur unser Gewissen ergreift. Ich habe es als Mensch begriffen, bin dabei und werde mich mit meinem Leben für das Leben einsetzen. Ich werde mich anschließen, wo ich es für richtig halte aber lasse mich niemals ausnutzen um dabei zuhelfen, die oftmals großen Worte, die meist nur einem Zweck dienen, leben zu lassen. So lange ich da bin und die Kraft habe, werde ich sie so einsetzen, dass das Leben diese Chance hat. Ich persönlich hoffe ganz stark, dass „man“ durch diese Krise dazu lernt, die Welt sich vielleicht auch zum Besseren verändert.

Hans-Jörgen Knopf an die Abgeordneten des Bundestages

Werte Abgeordnete im Bundestag,

Wenn wir ehrlich sind, erfüllt uns diese „Kopflosigkeit“ und Scheu vor dringenden Veränderungen, wie sie uns von unserer gewählten Regierung demonstriert wird, mit großer Sorge. Ein Blick in die Welt bestätigt uns diesen unheilvollen Trend, der auch in anderen Ländern sich so stark zeigt. Eine Krise beherrscht die Demokratie, die dringend bekannten Probleme und Aufgaben mit Strategien zu begegnen, scheitert am gemeinsamen Willen. Er kommt nicht zu Stande, weil man nicht miteinander spricht, nicht mehr über den eigenen Tellerrand sieht. Schon einmal etwas von Kompromissen gehört? Dieser Möglichkeit, diese parteipolitische Mauer zu überwinden, ohne die „große Linie“ zu verlassen, damit tut man sich schwer. Es geht doch nicht um Besetzung von Posten, bei Kopflosigkeit auch mit Notlösungen, man soll auch nicht in der Pflicht stehen, anderen nach dem Mund zu reden, nein, es ist dieses große Land Deutschland mit seinen 16 Bundesländern und seinen Menschen, die fragend darauf lauern, wie es im Land weiter geht. Es muss doch jemanden in Regierungsverantwortung geben, der in der Lage ist, etwas dazu zu sagen. Streit mit einer entsprechenden Hygiene darf sein, wenn daraus eine Lösung geboren wird. Aber wenn man sich nur noch damit befasst, nicht unter zu gehen, verhindern will, sein Gesicht zu verlieren, bleibt nicht die Zeit, einmal in sich zu gehen. Der einzelne Mensch kann es. Aber es scheint unmöglich, das in seiner Partei anzuschieben. Hindernisse können sein, die fehlende Toleranz vor einer anderen Meinung, vor gegensätzlichen Vorstellungen, wie diese Welt „funktionieren“ kann. Man mauert sich ein z. B. die „Werteunion“. Wenn es nicht mehr möglich ist, aus der großen Verantwortung vor dem Volk ehrlich zu sich selbst zu sein, wird diese Vereinigung, diese Partei, an der Eitelkeit zerbrechen. Ihr beklagt, die Veränderung im Verhalten der Menschen im Land, diese Kälte, diesen Egoismus diese Ellenbogengesellschaft, aber was lebt ihr uns vor, ihr, die von uns gewählten Abgeordneten? Unsere Stimme bei den Wahlen ist ein Vertrauensvorschuss. Was macht ihr daraus? Ihr treibt Eure unzulässigen „Spielchen“ bis hin zu Nötigungen und Maulkorb. Beschäftigt Euch damit, mit welchen Konstellationen man welchem politischen Gegner schaden könnte. In einer parlamentarischen Demokratie sind alle vom Votum des Volkes gewählt. Es gibt Unterschiede, wie man welche Ziele für das Volk, das einen gewählt hat, erreichen will. Aber „Gegner“ ist nicht, wer eine andere Meinung hat. Die große Kunst besteht darin, mit Kompromissen klar zu kommen, Tolerant zu sein. Dass es diese AfD gibt ist ein Unglücksfall in der deutschen Geschichte. Sie war in dieser parlamentarischen Demokratie nie eine demokratische Kraft und wird es auch nie sein. Ihr habt es zugelassen, dass hinter den Kulissen des Streites der Demokraten im Land sich ein „rechter Rand“ gebildet und wahrscheinlich über den populistischen Missbrauch der Meinungsfreiheit, niedergelassen hat. Wer diese verfassungsmäßigen Bedenken nicht erkannt hat oder nicht sehen wollte, hat damit den Weg frei gemacht hat, dass sich diese „Kräfte“ als „Partei“ im demokratischen Spektrum formieren und auch etablieren konnten. Diese Kalkulation einiger „konservativer Leute“, damit eventuell „Partner“ zu finden, ging nicht auf. Wir stolpern rückwärts über demokratisches Gebaren oder auch Traditionen. Aber es sind nicht die einzigen und auch nicht die letzten Bedenken, die ihr in diesem Land duldet und dem Volk zumutet. Was ist mit dieser NPD? Wer lebt hier unbehelligt als „Reichsbürger“ ohne eine staatsbürgerliche Legitimität? Wo ist dieser starke Staat, der uns erklärt, wie wir uns von diesen unheilvollen Resten undemokratischer Außenseiter befreien?

Ich bin nicht neu in Eurer Mitte. Es gibt eine ganze Reihe von Hilfsangeboten aber auch Kritiken.

Noch ein kleiner Zusatz. Es ist sehr gefährlich, ein Verhaltenskodex als Filter einzusetzen, um zu klären mit wem man spricht. Wenn es angenommen zu einer formalen Reinigung einer AfD kommt, um anerkannt zu werden, um vielleicht sogar koalitionsfähig zu werden, bedarf es keiner Blockade und Ausgrenzung mehr. Auch wer das Wort „Unrechtsstaat“ im Zusammenhang mit der DDR-Geschichte ausspricht, kann sich eine Eintrittskarte erwerben auch mit der CDU oder CSU oder Junge Union ein paar Worte zu wechseln. Merkt ihr noch wohin das führt? Die Ehrlichkeit und die Wahrheit bleiben auf der Strecke. Benehme Dich anständig und sage was die Anderen hören wollen und Du bist ein Demokrat mit dem man spricht? Armes Deutschland! Wo sind wir nur hingekommen?

Brief an den Thüringer Landesverband der Partei „Die Linke“

Nachstehenden Brief richtete Torsten Trentzsch an die Linken-Führung in Thüringen, in der er sich mit dem „DDR-Passus“ des zwischen den Parteien „Die Linke“, SPD und „Bündnis 90/Die Günen ausgehandelten Koalitionsvertrag auseinandersetzt:

„Die Parteien verständigen sich darauf, nicht mit Organisationen, die das DDR-Unrecht relativieren, zusammenzuarbeiten. Die Koalition wird keine Personen, die direkt oder indirekt mit dem Sicherheitssystem der DDR zusammengearbeitet haben, in Positionen dieser Regierung entsenden. Ebenso sollen Menschen, die leugnen, dass die DDR kein Rechtsstaat war, keine Verantwortung in der gemeinsamen politischen Arbeit für Thüringen wahrnehmen. Mit allen, die in der DDR Schuld auf sich geladen haben, diese Schuld aber eingestehen, bekennen und ihren Beitrag zur Aufarbeitung leisten wollen, werden wir zusammenarbeiten."

Diese Zeilen triefen nur so von Dummheit und Boshaftigkeit. Wenn ein Staat als Unrechtsstaat (Wie genau ist der eigentlich definiert? Das Völkerrecht kennt diesen Begriff meines Wissens nicht.) zu bezeichnen ist, dann ist es doch Adenauers Nazirepublik - die BRD, in der ich leider heute leben muss. Der DDR wurden von der UNO nie Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen, der BRD hingegen sehr wohl. Die BRD führt völkerrechtswidrige Angriffskriege (und niemand wird dafür bestraft). Die DDR hat nie Angriffskriege geführt. In der DDR brauchte man keine Tafeln, Suppenküchen und Obdachlosenheime - in der BRD ist das Alltag. Diese Aufzählung ließe sich noch lange fortführen. Leider hatte ich aufgrund meines Alters nicht mehr die Chance, die Sicherheitsorgane meiner Heimat, der Deutschen Demokratischen Republik, beim Schutz eben dieser zu unterstützen. Aufgrund dieser Einstellung und der oben zitierten Festlegung im Koalitionsvertrag zur Gesinnungsüberprüfung (so viel übrigens zum (Un-)Rechtsstaat BRD) bleibt mir nun eine Mitarbeit für Thüringen versagt - schade. Na ja, ich wohne im Bezirk Dresden. Somit ist das vielleicht doch nicht so schlimm. Da fällt mir noch ein: Wollen Sie diese meine Zeilen nicht gleich zum Anlass nehmen und mich als aufrechten DDR-Bürger und Sympathisant der Sicherheitsorgane dieses Staates in einer Kartei registrieren (neben der Meldung an den von Faschisten aufgebauten und durchsetzen Inlandsgeheimdienst – den sogenannten Verfassungsschutz) oder muss ich dies selbst tun? Wann ist damit zu rechnen, dass Menschen wie ich, in der Öffentlichkeit zum Tragen eines Kennzeichens in der Art des gelben Sterns oder des roten Dreiecks verpflichtet werden? Im Bewusstsein, dass alle meine Anmerkungen Sie und die mit Buschzulage in den Osten geschickten Kolonialbeamten, die Bodos und Co. nicht zum Nachdenken oder gar Umdenken bewegen können, bleibt mir nur folgende Erkenntnis: Die bekannte Feststellung unter Arbeitern „Wer hat uns verraten: Sozialdemokraten“ gilt auch für die Partei „Die Linke“, die, wie nicht zuletzt dieser Fall deutlich zeigt, ihren Namen völlig zu unrecht trägt. Bis heute habe ich (trotz und nicht wegen Ramelow, Gysi und Co.) mein Kreuz bei Wahlen in der Regel bei der PDS/PDL gemacht. Dies kann ich nicht länger mit meinem Gewissen vereinbaren. In Adenauers Nazi-Republik BRD werde ich nie ankommen, auch nicht, wenn sie von Pseudo-Linken wie der PDL im Auftrag des Kapitals verwaltet wird.

Es lebe die antifaschistische, friedliebende Deutsche Demokratische Republik - meine Heimat!

Torsten Trentzsch

Der Bundestag 2019

Das „hohe Haus“ eines wiedervereinigten Deutschlands. Ich würde schon gern respektvoll von der vom Volk gewählten Regierung sprechen und Vertrauen haben, dass man dort weiß, was uns bewegt, welche Fragen wir haben, und wo wir auch Widerspruch anmelden. Die Ansichten auf die kleinen Dinge des Lebens sind schon vielgestaltig. Was soll es erst werden, wenn selbst zu den wichtigen Dingen beim Volk große Zweifel bestehen? Hört man da überhaupt noch hin? Meine Beobachtungen bereiten mir große Sorgen. Unser Parlament scheint sich von den großen von Verantwortung getragenen Debatten immer mehr zu entfernen. Zwischenrufe, bis hin zu lautstarken persönlichen Angriffen auf Abgeordnete, respektlose Gesten, wenn diese „unbequeme Opposition“ etwas zu sagen hat. Kein Abgeordneter hat das Recht, einen anderen zu beleidigen, persönlich zu diskriminieren. Auf die Zwischenrufe der AfD, gerichtet an G. Gysi während seiner Rede anlässlich des 30. Jahrestages der Wiedervereinigung, hätte ich vom Präsidenten des Bundestages erwartet, dass sie sofort unterbunden werden.

Meine Antwort in Richtung AFD: Die geistigen und ideologischen Vorfahren ihrer Partei standen in Nürnberg vor Gericht. Ihnen wurde nach 1945 der Prozess gemacht, soweit ich mich erinnern kann wegen Kriegsverbrechen. Wegen der Schwere dieser Schuld gab es auch Todesurteile. Dabei hat man längst nicht alle erreicht, die große Schuld auf sich geladen hatten. Es hat den Überlebenskampf des „braunen Übels“ beschleunigt und führt heute dazu, dass man im Bundestag derartigen Schmutz zu hören bekommt. Wir haben schon Todesopfer zu beklagen. Abgeordnete und deren Familien werden mit Mord bedroht. Hier beginnt, sich etwas zu wiederholen, was 1933 seine hohe Zeit hatte. Es ist dringend geboten zu sagen „Wehret den Anfängen!“ Das hat nichts mehr mit Demokratie und Freiheit zu tun.

Hans-Jörgen Knopf per E-Mail

Verfassungsbeschwerde zur Rentengerechtigkeit Ost-West nicht angenommen

Der langjährige intensive Kampf der GBM, ISOR, GRH und weiterer Organisationen gegen das Unrecht im Rentenrecht brachte durchaus Teilerfolge. Dennoch ist nach fast 30 Jahren Vereinnahmung der DDR keine Rentengerechtigkeit in Sicht: die Strafrenten bestehen weiter und für die Berechnung der Ost-Renten werden niedrigere Werte angesetzt als im Westen, um nur zwei Beispiele zu nennen. Immer wieder wurde die Angleichung der Berechnungswerte hinausgeschoben; im Sommer 2017 beschloss die Bundesregierung einen erneuten Aufschub und einheitliche Rentenwerte zwischen Ost und West erst im Jahr 2024 einzuführen, rentenwirksam würden sie ein Jahr später. Und dann weiterhin mit vielen Ungerechtigkeiten für die Ostrentner. 2025 sind wir 35 Jahre »angeschlossen«. Wer aus der jetzigen Rentnergeneration kommt dann überhaupt noch in den »Genuss« dieser »Gnade«?...

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Armut in der Einheit

Verehrte Anwesende, liebe Freunde,
ich gehöre zu den 20 Prozent der Bevölkerung, die in der BRD in Armut leben und da nicht rauskommen werden. So viel Einwohner hatte die DDR.
Ich wurde schon Mitte 1991 arbeitslos, bin also doppelt so lange ohne bezahlte Arbeit, wie ich nach dem Studium arbeiten durfte. Arbeitslosigkeit bedeutet Verlust einer sinnvollen Tätigkeit, Verlust der Zusammenarbeit im Kollektiv an einer gemeinsmen Aufgabe, Verlust sozialer Kontakte, an deren Stelle sinnlose Beschäftigungen durch Arbeitsamt und Jobcenter traten. Man wird in Trab gehalten mit formalen Terminen, undurchsichtigen und unlogischen Formblättern, Vorschriften, Drohungen, Anträgen –  und natürlich durch eigene Bewerbungen, Bewerbungen, Bewerbungen, verbunden mit völliger Erfolglosigkeit der Suche und demütigender Behandlung durch die Mitarbeiter der Ämter, vorwiegend derjenigen, die was mit Geld zu tun haben.
Am Schlimmsten empfinde ich, daß das Geld nicht  zum Leben reicht,  das bleibt bis zum Lebensende eine Dauerbelastung und wurde längst zur größten psychischen Belastung überhaupt, ich fühle mich nur noch eingezwängt....

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