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Die verschollenen Töchter Dersims

Der türkische Schriftsteller Kazım Gündogan liest am Freitag, 29. Januar, von 19 bis 21 Uhr in dem Internetportal ZOOM aus seinem Buch „Die verschollenen Töchter Dersims - Hay Way Zaman“.

Das Buch beruht auf einem Dokumentationsfilm, den der Autor einem blutigen Kapitel der türkischen Geschichte widmet: den Völkermord an den Aleviten von 1937 und 1938. Bis heute erscheinen diese Ereignisse nicht in den türkischen Geschichtsbüchern. Als die ARD in ihrem Kulturmagazin darüber berichtete, wurde der nationalistische Mob gegen die Fernsehanstalt in Marsch gesetzt. Der Schriftsteller Kazım Gündogan wurde 1963 in Dersim, dem heutigen Tunceli, geboren, wo damals die Männer des Ortes mit Maschinengewehren niedergemäht und die Frauen verschleppt worden waren. Auf Grund seiner politischen Ansichten verbrachte der Autor zehn Jahre in verschiedenen Gefängnissen. Unter unterschiedlichen Pseudonymen veröffentlichte er Forschungsergebnisse und Aufsätze in mehreren Zeitungen und Journalen. Sein Buch „Die verschollenen Töchter Dersims“ handelt von den Leben der Mädchen, die nach dem Pogrom von 1938 in Dersim ihren Familien entrissen wurden. Zeitgleich produzierte er auch die dazugehörige Dokumentation „Hay Way Zaman“. Bei der Lesung wird Kazım Gündogan über die Lebensgeschichten der verschollenen Töchter Dersims berichten.

Die Teilnahme an dem Vortragsabend ist kostenlos. Der Zugang zum Zoom-Meeting ist ab 18.45 Uhr möglich. Anmeldungen werden bis zum 27. Januar per E-Mail unter: anmeldung     an-ka.org entgegengenommen. Danach werden die Zugangsdaten zugesandt.

 

 

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