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OV Berlin-Treptow mit guter Bilanz ins neue
Jahr
Wie alljährlich: Ein verdientes Dankeschön an die
Ehrenamtlichen
Beitrag in "akzente"
02/08 von Hans-Joachim Müller,
Die mit Ehrenämtern „bestallten“ etwa
40 Treptower GBM -Mitglieder, von denen viele schon
weit über ein Jahrzehnt dem Aktiv unseres
Ortsverbandes angehören, wissen inzwischen: den
Donnerstag, der jeweils dem 15. Dezember am nächsten
liegt, von anderen Terminen unbedingt freihalten! Denn
dieser Tag gilt immer der Jahresend-
Dankeschön-Zusammenkunft des GBM-Sprecherrats mit
seinen Getreuen; das sind die Rentenkonsultanten, die
Verteiler der GBM-Informationsmaterialien und die
vielen anderen, die bei den verschiedensten
Aktivitäten des Ortsverbandes im abgelaufenen Jahr
geholfen haben. Es war eine beeindruckende Bilanz, die
Sprecherrats-Vorsitzender Klaus Schulz für das Jahr
2007 vortragen konnte: die alle Erwartungen
übertreffende Soli-Spendenaktion für die Errichtung
des Ho-Chi-Minh- Kindergartens in Cam Tuyen mit einem
Gesamtergebnis von 5000 Euro; die Beteiligung am 15.
Sozialtag von Treptow-Köpenick mit einem
repräsentativen Informationsstand; die
Ruth-Werner-Ehrung anläßlich ihres 100. Geburtstages;
das energische Einfordern von mehr Umweltschutz auf
dem Gelände des verlassenen Spree-„Vergnügungsparks“
beim Bezirksamt und dem Liegenschaftsfonds; nicht
zuletzt die Fortführung der vor 15 Jahren eingeführten
monatlichen Rentenkonsultationen für Treptower
Ratsuchende... Ein besonderes Dankeschön des
Sprecherrats galt nochmals den Mitgliedern, die sich
aktiv an der Protestdemonstration und Kundgebung gegen
den schändlichen G8-Gipfel in Rostock/ Heiligendamm
beteiligten.
Solidarität bleibt A und O
Als
herzlich begrüßter Gast der Veranstaltung informierte
SODI-Projektleiterin Ilona Schleicher, die sowohl
unsere Ai-Tu-Spendenaktion 2001/2004 wie auch die
Cam-Tuyen- Soliaktion 2007 hilfreich begleitet hatte,
über die derzeitigen neuen SODI-Projekte in Vietnam.
Seit 1998 verwirklicht SODI in der Provinz Quang Tri
und seit 2006 auch in der Provinz Thua Thien Hu
gemeinsam mit seinen Partnern erfolgreich ein
integriertes Programm zur Minen- und
Blindgängerräumung und zur Wiederansiedlung. Durch das
Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit
und Entwicklung habe – im Ergebnis eines
Delegationsaufenthalts vor Ort – dieses Wirken von
SODI vor kurzem eine hohe Wertschätzung erfahren,
berichtete Ilona Schleicher. Das Ministerium habe
bekundet, dass es sehr gern mit SODI weiter
zusammenarbeiten wolle. SODI ist deshalb sehr
optimistisch, dass seine Anträge auf finanzielle
Förderung auch in Zukunft positiv entschieden werden.
Das A und O der Projektfinanzierung war und bleibe
jedoch die erfolgreiche Sammlung von Spenden, ohne die
die Solidaritätsarbeit von SODI nicht möglich wäre.
Freudige Überraschung und ungeteilte Zustimmung gab es
dann im Gesellschaftssaal der Johannisthaler
Senioren-Freizeitstätte, als Ilona Schleicher das ihr
vom Bundesvorstand zuerkannte Ehrenabzeichen der GBM
„Für Verdienste um Frieden, Solidarität und
Menschenrechte“, die Blaue Rose, überreicht wurde. Der
Treptower Sprecherrat hatte in seinem
Auszeichnungsvorschlag auch darauf verwiesen, dass
Ilona Schleicher durch ihr journalistisches Wirken,
durch zahlreiche Veröffentlichungen in zentralen und
regionalen Publikationsorganen wesentlich dazu
beigetragen habe, einer breiten Öffentlichkeit zu
veranschaulichen, dass die Völkersolidarität im
Handeln der GBM einen unverrückbaren Platz einnimmt.
DDR-Sport lebt
Dann bescherte unser
Ortsverbandsmitglied Prof. Dr. Günter Erbach,
ehemaliger Staatssekretär für Körperkultur und Sport,
den Teilnehmern eine höchst spannende Stunde. Mit
einem Feuerwerk von Fakten und Argumenten
demonstrierte er anschaulich, wie die bundesdeutsche
Politik und BRD- edien den DDR-Sport planmäßig
organisatorisch „abwickelten“ und öffentlich
„delegitimierten“, andererseits aber keine Skrupel
hatten, die sportlichen Leistungsträger dieses
verunglimpften DDR-Sport-„Systems“ für das
bundesrepublikanische Sportsystem zu vereinnahmen. Es
sei doch nicht zu übersehen, dass bis etwa 2004 eine
Vielzahl sportlicher Erfolge der BRD durch solche
Sportler erzielt worden sind, die in der DDR aufgebaut
wurden. Doping als eine Kategorie in der
Systemauseinandersetzung, die selbstverständlich den
Sport nicht ausklammerte, habe es – so Prof. Erbach –
trotz sportethischer Bedenken auch in der DDR
tatsächlich gegeben. Anders hätte die regelkonforme
Chancengleichheit für die DDR-Sportler gar nicht
gewahrt werden können. Doch unabhängig davon habe hier
das in jeder Hinsicht funktionierende Förder- und
Trainingssystem langfristigen Leistungsaufbau und
höchste sportliche Effektivität bewirkt.
Im Frühjahr stehen in unserem
Ortsverband die Neuwahl des Sprecherrats sowie die
Wahl der Delegierten zur Bundesdelegiertenkonferenz
an. „Nehmen wir uns für das neue Jahr nur soviel vor,
wie wir auch bewältigen können“, beendete
Sprecherratsvorsitzender Klaus Schulz seinen kurzen
Ausblick auf die vor unserem Ortsverband stehenden
Aufgaben. „Die große Politik wird uns schon noch vor
gewaltige Anforderungen stellen.“
Hans-Joachim Müller,
Mitglied des Sprecherrats
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