Die diesmal besonders umfangreich
vorbereitete Mitgliederversammlung am 25. Oktober hat
sich gelohnt. Über 90 Teilnehmer konnten wir begrüßen,
darunter Mitglieder befreundeter Organisationen, Gäste
aus dem ehemaligen Edelstahlwerk Freital und aus
Dresden. Unter den Teilnehmern waren auch unser
ältestes Mitglied, Walter Anders, und unser jüngstes
Mitglied, Marko Frenzel. Ein Höhepunkt war die
Auszeichnung unseres Walter Anders mit der
Ehrenurkunde der GBM anlässlich seines bevorstehenden
95. Geburtstages. Auch unserem langjährigen Mitglied
Prof. Horst Schneider haben wir am Vormittag zu seinem
80. Geburtstag herzlich gratuliert und natürlich auch
in unserer Mitgliederversammlung, wenn auch
verständlicherweise in seiner Abwesenheit. Aus seinem
Schaffen hat er uns wertvolle Literatur kostenlos zur
Verfügung gestellt. Mit besonderer Freude begrüßten
wir unseren Freund Dr. Klaus Blessing. Er sprach zum
Thema „Die Schulden des Westens – wie der Osten
ausgeplündert wird“. Mit großem Interesse wurde sein
Vortrag aufgenommen, vor allem auch aus aktueller
Sicht, denn er wies besonderes darauf hin, dass der
Vorgang bei weitem nicht abgeschlossen ist, sondern -
so aktualisierte er – bei gleicher Härte in den
verschiedenen Formen sich weiter vollzieht. Besonders
überzeugend war, dass er keine Darstellung oder
Behauptung unbewiesen ließ. Er sprach auch darüber,
was gegenwärtig getan werden kann, dem
Ausplünderungsprozess entgegenzuwirken oder ihn
zumindest vielen Menschen bekannt zu machen. Dazu
überließ er uns schriftliches Material von der
Protestveranstaltung des Ostdeutschen Kuratoriums von
Verbänden am 3. Oktober im Berliner „Kosmos“. Übrigens
sei hier vermerkt, dass sein Buch zum Vortragsthema
sehr großes Interesse fand
In der folgenden Diskussion gab es
Zustimmung und Anfragen zum Vortrag. Ein Komplex
befasste sich mit unserer Verpflichtung, als ältere
und geschichtserfahrene Menschen noch viel mehr als
bisher der Jugend die Wahrheit über das Gestern und
Heute zu vermitteln. Ein anderes Problem war die
Frage, warum die DDR ihre Position 1989 so leicht
aufgegeben hat. Warum hat sich die Arbeiterklasse ihr
Eigentum widerspruchslos wegnehmen lassen, wie konnten
die DDR-Bürger für 100 DM gekauft werden, wer hat das
Geld gegeben?
Wie wirken ökonomische
Gesetzmäßigkeiten heute, so war eine andere Frage.
Interessanten Fragen folgten aufschlussreiche
Antworten und ver- mittelten uns die Aufgabe, mit
unseren Mitgliedern im Ortsverband uns weiter vor
allem auch inhaltlichen Fragen zu widmen. Auch nach
der Versammlung gab es noch Hinweise, wie wir unsere
Arbeit weiter verbessern können. Zum Abschluss sei
erwähnt, und auch das unterstreicht den Erfolg der
Mitgliederversammlung, dass zur Unterstützung der
Arbeit der GBM 280 Euro gespendet wurden und 28
Mitglieder ihren Beitrag erhöht haben. In unserer
nächsten Sprecherratssitzung werden wir unsere Arbeit
des Jahres 2007 und die Beratung mit dem
Bundesvorstand der GBM vom 25. Oktober gründlich
auswerten und auf dieser Grundlage das Jahr 2008
vorbereiten. Dafür wünschen wir uns allen viel Erfolg.
Klaus Jentzsch,
Sprecherrat OV Dresden